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Femak-PSA-Analyse geht in die nächste Runde

Die Corona-Pandemie hat das deutsche Gesundheitswesen vor völlig neue und bis dato in dieser Dimension nicht bekannte Herausforderungen gestellt. Bei allem, wo wir nach wie vor über ein gutes und funktionierendes Gesundheitssystem verfügen, hat sich nicht zuletzt durch den Kostendruck von Politik und Kostenträgern und den daraus resultierenden Ergebnissen die Fragilität des Systems mit all seinen Abhängigkeiten deutlich gezeigt. Insbesondere wurde dies in den Bestell-, Liefer- und Lagerprozessen v. a. bei PSA-Artikeln offenkundig. Der stark gestiegenen Produktnachfrage bzw. dem enormen Zusatzbedarf war durch eingeführtes Single-Sourcing, reduzierte Lagerbestände und erhebliche Abhängigkeiten vom nicht europäischen Markt kaum beizukommen. Enorme Preiserhöhungen sowie erhebliche Versorgungsprobleme innerhalb der Lieferketten waren die Folge.

Im Rahmen des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes wurde dem mit der sogenannten Mehrkostenzuschlagspauschale für stationäre und teilstationäre Fälle in Höhe von bis zu 50 EUR begegnet. Dieser grundsätzlichen Problematik einschl. der tatsächlich entstandenen Zusatzaufwände wurde im Rahmen des Femak-Forums mit einer zielgerichteten Kosten- und Volumenanalyse nachgegangen. In diesem Zusammenhang wurden Verbrauchsdaten (PSA) und Leistungsdaten (Fallzahlen) der Jahre 2019 und 2020 von knapp 100 teilnehmenden Kliniken aufgearbeitet, zusammengeführt und anschließend anonymisiert mittels der BI-Applikation MEDIIO Analytics zur Verfügung gestellt.

Berücksichtigtes Portfolio ist auf folgende Artikel eingegrenzt:

  • Besucherkittel SMS, Schutzkittel MRSA, OP-Kittel-steril
  • Schutzanzug
  • Einfacher MNS, FFP2 und FFP3 Masken
  • Handschuhe, Untersuchung und OP
  • Desinfektionsmaterial (Hand, Haut, Fläche)
  • OP-Hauben
  • Überziehschuhe
  • Mehrweg (Masken, Haube, Kittel - falls vorhanden)

Screenshot MEDIIO Analytics

Neben der jeweiligen klinikindividuellen Betrachtung der Kostenentwicklungen auf Leistungsebene hat auch jede teilnehmende Einrichtung den Vergleich der eigenen Entwicklungen zum ermittelten Durchschnitt aller Teilnehmer im Zugriff.

Die für den Zeitraum bis Juni angedachte Maßnahme wird nun auf Grund mehrfacher Nachfrage und Bitte der Einrichtungen zunächst bis Ende des Jahres fortgesetzt. Gerne können sich noch zusätzlich interessierte Kliniken melden und bei Wunsch teilnehmen. Interessenten können sich per Mail unter forum@femak.de an die Femak wenden.

Herzliche Grüße
Femak-Forum